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  1. Alle bisherigen und aktuellen Veranstaltungen

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Veranstaltung Ort  Datum Plakat/Flyer Presse
Liederabend: "Mad in Germany" Mama*s Bar, Erding
Eintritt: frei, Beginn: 21:00 Uhr
Spenden erbeten für den Förderverein der Mittelschule Erding
23.11.2017    
Liederabend: "Mad in Germany" KinoCafé Taufkirchen
Eintritt: 10,- EUR (erm. 5,-), Beginn: 18:00 Uhr
05.11.2017 Flyer hier
Liederabend: "Schein-Heilig" Erding, Stadthalle, kleiner Saal
Eintritt 12,20 EUR, Beginn: 19:30 Uhr
09.03.15 Flyer hier
Liedernachmittag im Rahmen eines Festes der AGA Erding Erding, Biergarten an der Schiaß'n      
Liederabend ... durch die rosarote Brille Erding Gasthof zur Post 02.04.09 Plakat  
Liederabend "Und trotzdem..." im Stiftungshof in Erding Erding (Stiftungshof, Freisinger Siedlung) 17.11.07    
Liederabend des Eine-Welt-Ladens Wörth zum Weltmissionssonntag Wörth (Lkr. Erding) 27.10.07    
Klangspaziergang gegen die A 94 Dorfen 16.09.07    
"Teufel aber auch" Liederabend (ödp-Aschermittwoch) Stadttheater Erding 21.02.07 Plakat hier
Sommerfest der Startbahngegner Attaching 16.07.06    
Liederabend: Servus Erding Erding, Gasthaus zur Post 11.04.06 Plakat hier
Liederabend: Muss denn Schule sein?!? Hauptschule Erding, für den Förderverein 12.11 04   hier
Lehrer singen für Unicef Altenerding, Hauptschule 09.10.04    
Kulturtage 2004: "A wengal kritisch"; Veranstalter: OASE Lebenskreis Taufkirchen, Getränke Kratzer 15.06.04   hier
"Hey, hey, schaugt's her, i bin doch wer"; Kolpingsfamilie Taufkirchen (Vils) Taufkirchen, Gashaus Weißbräu 05.03.04    
"Hey, hey, schaugt's her, i bin doch wer" Mühldorf, Haberkasten 08.11.03    
150 Jahre Kolping Mühldorf; Veranstalter: Kolpingsfamilie Mühldorf Mühldorf 03.05.03    
"Maskenball" Erding, Fischer's Kreisaltenheim 15.11.02    
"Maskenball"  Taufkirchen Weißbräu 25.10.02    
Liederabend; Missionskreis der Kolpingsfamilie Holzkirchen Holzkirchen 25.07.02   hier
's werd wieder Frühling; ödp Landkreis Erding Dorfen, Tagwerkzentrum 14.02.02    
Lieder, die das Leben schreibt Taufkirchen 10.11.01   hier
Willkommen im Club der Sieger; ödp Landreis Erding Erding 28.02.01   hier
Eiszeit Kino Taufkirchen 24.11.00   hier
Lieder-Nachmittag; Frauen-Bund Waldkraiburg Waldkraiburg 02.09.00    
Lieder für Kosovo; Kolpingsfamilie Waldkraiburg Waldkraiburg 22.05.99    
Der Gordische Knoten Kino Taufkirchen 24.03.99   hier
Liederabend; Kolpingsfamilie Mühldorf Mühldorf a. Inn 17.10.98   hier
Liederabend Kino Taufkirchen 06.03.98   hier

 

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  2. Presse-Berichte (Kursiv Gedrucktes und in Klammern Gesetztes sind Anm. d. Red.- also von mir!)

Pressebericht zum Liederabend im Kino Taufkirchen am 6.3.98 (SZ, ENN, 12.3.98)

"I dad gern a bissl fliang"
Zum Liederabend von Stephan Treffler im vollbesetzten Taufkirchener Kino
Taufkirchen. Einsam sitzt der Mann auf der Bühne. Nur ein Keyboard und eine scheinbar zufällig platzierte Pflanze teilen mit ihm die Bretter, die die Welt bedeuten. Unvermittelt beginnt der Mann zu singen, und es wird klar: Weder Keyboard noch Pflanze sind nur zum Spaß auf der Bühne. Das Musikinstrument verleiht dem Gesang den passenden Rahmen und die Pflanze ist Parteiprogramm.
ÖDP-Gemeinderat Stephan Treffler ist der einsame Sänger. Vor kurzem wagte er sich zum ersten Mal mit eigenen Werken an eine breite Öffentlichkeit und bescherte dem Taufkirchener Kino damit (ein) volles Haus. "Die Lieder schreibt mein Leben", sagt Treffler über sich selbst. Gleich in seinem ersten Lied tritt er den Beweis an: "I dad gern a bissl fliang", singt er. Aber er verkneift sich den Flug, "weil des ned ökologisch is".
Seine Heimatverbundenheit drückt der Künstler mit den bayerischen Texten aus. Eindrucksvoll beweist er, dass man seinen Gefühlen eben am besten in der Muttersprache Ausdruck verleiht, und nicht mit dem uniformen "I love you, you love me" - Gesülze, mit dem sich die 'Sprachfertigkeit manches Möchtegern-Songwriters erschöpft. Stephan Treffler sticht angenehm daraus hervor, weil er singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Musikalisch orientiert er sich der 32jährige Lehrer vor allem am Boogie-Woogie. Manchmal war ihm seine Nervosität etwas anzukennen, auch beim Gesang, aber gekonnt überspielte er seine Pannen und hatte das Publikum schnell für sich eingenommen. Mit seinen Texten deckte er die ganze Palette von heiter-ironisch bis traurig-nachdenklich ab. Lieder wie "Leid san oft so komisch" oder "Herr, warum lasst du des zua" gaben tiefe Einblicke in das Gefühlsleben des Künstlers.
Am treffendsten wäre wohl der Vergleich mit einem Geschicktenerzähler, der die Leute unterhält und außerdem zum Nachdenken bringt. Treffler drängt sich einem mit seinen Liedern nicht unbedingt auf, aber sie wirken dennoch nachhaltig.

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Pressebericht zum Liederabend im Kino Taufkirchen am 6.3.98 (Dorfener Anzeiger, 24.3.98)

Bayerische Philosophie im Boogie-Woogie-Rhythmen
Taufkirchen. Seine Qualitäten als Liedermacher und Geschichtenerzähler stellte Stef(ph)an Treffler vor kurzem unter Beweis. Sein "Liederabend" im Taufkirchner Kino war auf ganzer Linie ein Erfolg. Das Publikum war begeistert und ließ den Künstler erst nach zwei Zugaben von der Bühne. Nachdenklich bayerisch begann der ÖDP-Gemeinderat und Hauptschullehrer seinen Auftritt. Mit seinem ersten Lied "Wirklich oder gmoin" philosophierte er über künstlich geschaffene Selbstbilder, die zur inneren Zerrissenheit vieler Menschen führen. Dieses "Buidl von uns selbst" führe dazu, so Treffler, dass wir uns "manches moi verstoin". Tiefgründig, sanft ging's weiter. Mit Eigenkompositionen von der vielschichtigen Langeweile des Lebens oder Verletzbarkeit von Lebewesen. Seine Texte und Gedanken seien aus dem Leben gegriffen, erklärte Treffler. Er sei ein nachdenklicher Mensch, so der Virtuose. Trotzdem waren seine Botschaften nicht immer bierernst. In fetzigen Boogie-Woogie-Rhythmen zeigte der ÖDP-Mann, dass er durchaus auch temperamentvoll ist und auch die schönen Seiten des Lebens zu genießen weiß. Witzig wurde es in Liedern wie "Kinder sind der Wahnsinn", in dem er Einkaufserlebnisse mit seinen beiden Töchtern schilderte oder mit dem Song "Pressefreiheit", in dem er die verzerrte Mediendarstellung der Lokalpresse auf die Schippe nahm. Seine Aussagen unterstrich Treffler durch seine ausdrucksstarke Mimik. Hier ließ er seiner spaßigen Ader freien Lauf. Dass der Umweltreferent aber auch schlagertechnisch auf dem neuesten Stand ist, bewies er in seiner ersten Zugabe. "Stefan hat euch lieb", veräppelte er zur Überraschung aller Gäste die Kontroverse um Gildo Horns Grand-Prix Eurovisions-Beitrag. Klaviertechnisch war die Darbietung spitze, was man von der Akustik und der Beleuchtung nicht unbedingt behaupten kann. Trotz kleiner Unsicherheiten und des ein oder anderen Hängers, die man dem Künstler wegen der "Hochkomplexen" Texte verzieh, war es ein gelungener Abend, die humanen acht Mark Eintritt eine profitable Investition.

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Pressebericht zum Liederabend im Pfarrheim in Mühldorf am 17.10.98 (Mühldorfer Anzeiger, 27.10.98)

Liederabend mit Stephan Treffler
Besinnliche und nachdenkliche Songs bei Kolpingsfamilie

Mühldorf. Nein, nicht Reinhard Mey oder Reinhardt Fendrich - der neue Liedermacher aus Taufkirchen (Vils) heißt Stephan Treffler. Mit eigenen Liedern, mal besinnlich und nachdenklich, mal heiter und amüsant, aber auch kritisch und ironisch begeisterte der 33jährige Urbayer bei einem Auftritt für einen guten Zweck bei der Kolpingsfamilie Mühldorf im Pfarrsaal von St. Nikolaus in Mühldorf. 
Die Themen für seine Lieder greift er sich aus der Zeitung ("Wahlkampf", "A 94"), aus dem Alltag ("Werbung", "Die Leit san oft so komisch"). aus dem Familienleben ("Kinder san der Wahnsinn") oder er singt über Themen, die ihn selbst berührt haben ("Unser Leb'n is oft a Wunder", "Untergang der Titanic") und aus denen er seine Lehrern zieht ("Bin i denn so wichtig? Jeder is ersetzbar")
Bei seinen musikalisch ausgefeilten Liedern begleitet er sich selbst am Klavier, wenn es passt im Walzertakt oder im Rock'-n'-Roll - Rhythmus, aber auch mit eingängigen, einfühlsamen Melodien.

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Pressebericht zum Liederabend im Kino Taufkirchen am 24.3.99 (SZ, ENN 8.4.99)

Potenzgehabe und Größenwahn
Stephan Treffler greift in seinen Liedern kleine und große Nöte und Sorgen des Alltags auf

Taufkirchen. Er ist Lehrer, engagiert sich in der Kommunalpolitik und macht aus Alltagsproblemen Lieder. Im Kino Taufkirchen versuchte Stephan Treffler, den "Gordischen Knoten" mit Musik und Empathie zu lösen. Jeans, schwarzes Hemd, der Kragen weiß geknöpft, auch die Frisur erinnert ein bisschen an den Sänger, der den Weg von den roten Lippen, die man küssen muss, zu ernsteren Themen gefunden hat.
Die sind auch das Anliegen von Stephan Treffler. Ob er mit leichtem Schalk im Macken und auf bayerisch über den "kleinen schwarzen Kasten" singt, in dem sich Talk-Show-Gäste über Intimes verbreiten, oder über Sportwagenfahrer, die ihre Potenz unter der Motorhaube suchen, er verpackt Sozialkritisches mit Musik aus dem E-Piano und etwas Hall, auch mal von einer Prise Boogie gewürzt. 
Kleine Alltagsprobleme haben in seinen Liedern ebenso Platz wie die große Titanic: "Das Schiff war unterwegs als eine Predigt aus Metall." Den menschlichen Größenwahn von damals findet Stephan Treffler heute bei den Atomkraftwerden wieder, worüber sich ein Herr Trittin sicher gefreut hätte. 
Eine andere Empfehlung, sich nämlich selber nicht so wichtig zu nehmen, hätte diesen wohl ehre an den Bundeskanzler erinnert. Das Taufkirchener Gemeinderatsmitglied aber singt sich in den Club der Sieger, macht sich ein bisschen über ausgependelte Bachblüten lustig, und wenn's um Haribo-Tüten, Punika-Oasen oder die Krönung von Jacobs geht, amüsieren sich auch die Jungs in der ersten Reihe ganz prächtig.
Für sie und das restliche Publikum gibt es allerdings auch eine kleine Geschichtsstunde, griechische Mythologie und der gordische Knoten stehen auf dem Stundenplan. Doch Stephan Treffler findet den Weg zurück in die Gegenwart, zu Ausländerfeindlichkeit und Abtreibung und macht unmissverständlich klar: Hier ist persönliche Betroffenheit zum Lied geworden. Daran ändert auch nichts die Tatsache, dass er sich manchmal in der Textzeile vergreift, im Gegenteil, das macht ihn sogar authentischer: "Ich singe meine Lieder, weil sonst tut's ja niemand für mich!" Ein bisschen erinnert er so an die Barden der 60er und 70er Jahre, die damals allerdings mit der Gitarre auszogen, um dem Establishment die Missstände unter die Nase zu reiben. Der Protest ist also stationär geworden, die Gitarre wurde vom Synthesizer ersetzt, Kritik an der Asylbewerberpolitik findet im Kinosaal statt. "The Times They Are A-Changing" sang Bob Dylan, und Stephan Treffler singt über die A 94, die geplante Zerstörung des Isentals und dass weniger oft mehr wäre. Man will ihm da einfach nicht widersprechen. 
Zwei Stunden lang mit menschlichen Schwächen konfrontiert, mit Umweltzerstörung, Armut, Hunger und Antisemitismus, das zehrt ganz schön an den Kräften. Und das Leben ist unerbittlich. Auf der Heimfahrt informiert das Autoradio über die Angriffe von Nato-Flugzeugen auf Ziele in Kosovo und Serbien. Da sehnt man sich fast ein bisschen nach Musikantenstadlmusik von Marianne und Michail. Bei denen ist die Welt wenigstens noch in Ordnung.

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Pressebericht zum Liederabend im Kino Taufkirchen am 24.11.00 (SZ, Erdinger SZ 27.11.00)

Lieder zum Nachdenken
Ein Abend mit Stephan Treffler im Kino Café
Taufkirchen. Die Lieder einschnaufen - spüren - ausatmen, das wünscht sich Stephan Treffler vom Publikum seines Liederabends im Saal des Taufkirchner Kinos. Die Zuhörer lassen sich gerne auf die Einladung ein. Denn was der Sänger und Pianist bietet, ist ein unterhaltsames Kaleidoskop alltäglicher Szenen, in denen sich jeder wieder findet.
Einen Stuhl,  einen Synthesizer, einen Verstärker und ein Keyboard, mehr braucht Treffler für seinen Vortrag nicht. Mehr hat er auch nicht nötig. Er hat seine Stimme und mit den Worten malt er engagiert Bilder, farbig, einfallsreich, klar strukturiert und ungekünstelt.
Trefflers musikalischer Finger zeigt auf die Jedermänner und Jederfrauen im täglichen Leben, mit all ihren Macken. Da unterscheidet sich der balzende Fahrer im roten Porsche kaum vom Stichling mit gefärbtem Bauch. Die Fitnessfans kommen alle mit dem Auto zum Studio. Der Dicke, fett nicht fit, lernt im Sportunterricht fürs Leben schon mal vorab das Gefühl, draußen zu stehen und aussortiert zu sein. In bierseliger Stimmung werden die Stammtischbrüder zu wahren Bundestrainern. Der gefüllte Terminkalender versperrt die Sicht auf wesentliche Dinge, gefangen im Engagement fehlt der Überblick für das Wichtige im Leben. Der populäre Anspruch individuell zu sein, kehrt sich bei den Hauptpersonen in den Liedern des Taufkirchners dann auch prompt um. All die Individualisten, die so ganz anders sein wollen, werden sich doch ganz ähnlich.
Dass Stephan Treffler trotzdem nicht zum unerträglichen, sich selbst idealisierenden Besserwisser mutiert, liegt vor allem daran, wie er seine Texte nicht nur mit einem kleinen Schuss, sondern einer gehörigen Portion Selbstironie würzt: "D'Leit san oft so komisch, und am komischsten bin ich?" Diese Ehrlichkeit macht ihn glaubwürdig. Und die Inhalte seiner Texte entschweben nicht wie ätherische Botschaften, sondern bleiben echtes Anliegen. Der Taufkirchner Gemeinderat singt gegen Abschiebung, Abtreibung, Abhängigkeit.
Er Erlös der Veranstaltung geht nicht zufällig an die Tschernobyl Hilfe. "Bieten wir den unbelehrbaren Rechtsradikalen gemeinsam die Stirn", fordert er sein Publikum auf. Und er kritisiert das grassierende Aktienfieber: "Wir sollten uns nicht nur dafür interessieren, ob ein Investmentfond Gewinn bringt, sondern wer dafür in der 3. Welt ausgebeutet wird."
Ohrwürmer aus dem Konzert bleiben n den Zuhörern nicht haften. Aber sobald ein Autofahrerrüpel den Weg kreuzt, sobald die Weihnachtswerbung den Nerv raubt, sobald die Neonazis wieder zuschlagen, dann wird sich der eine oder andere Zuhörer wieder an Stephan Treffler und seine Lieder erinnern.

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Pressebericht zum Liederabend im Fischers Seniorenzentrum, Erding am 28.2.01 (SZ, Erdinger SZ 2.3.01)

Ein etwas anderer Aschermittwoch
Bei der ÖDP tritt der Liedermacher Stephan Treffler mit Eigenkompositionen auf.
Erding. "Willkommen im Club der Sieger!", so war der Liederabend überschrieben, zu dem der Kreisvorstand der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) am Aschermittwoch eingeladen hatte. Getreu ihrem Selbstverständnis hatte die Partei darauf verzichtet, gerade am Aschermittwoch, wo nach christlicher Auffassung Selbstbesinnung angesagt ist, anderen politischen Organisationen nachzueifern: Fisch essen oder gar verbale Prügel für andere Parteien kamen erst gar nicht in Frage. 
Und das Konzept ging auf. Der Festsaal in Fischers Seniorenzentrum war gut besetzt, erstaunlich viele junge Menschen hatten den Weg dorthin gefunden. Auf der Bühne am Keyboard saß Stephan Treffler. Der Hauptschullehrer und Gemeinderat aus Taufkirchen hatte ausschließlich Lieder auf dem Programm, deren Texte und Noten der eigenen Feder entstammten. Dabei ging es Treffler weniger um Politik, sondern darum, die Zuhörer mit Texten, die das Leben letztlich selber schreibt, zum Nachdenken zu bringen.
So strahlen seine Songs eine spürbare Ernsthaftigkeit aus. Sie schauen aufs Leben und beleuchten die Entscheidungsabläufe der Menschen. Die Botschaft wird auch somit nicht direkt überbracht, sondern dem Publikum selbst überlassen. 
Allein die Titel regen zum kritischen Nachdenken an: "Uns bleib'n die Frag'n", "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" oder "Hakenkreuze", ein Text, der sich mit den üblichen braunen Schmierereien beschäftigt. Einer der Höhepunkte seines Vortrags war der Song "Titanic", ein Schiff, "das unterwegs war als eine Predigt aus Metall und unsere wahre Größe zeigen sollte". Oft machte bei Stephan Trefflers Texten die Nachdenklichkeit einer gewissen Betroffenheit Platz. Seine Lieder sind übrigens auf einer CD mit dem Titel "Eiszeit" auf dem Markt. Der Liedermacher selbst, der höchstens dreimal im Jahr auftritt, verzichtete an diesem Abend auf seine Gage. 

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Pressebericht zum Liederabend zusammen mit dem  Jugendchor "Alltogether"  
im neuen Taufkirchener Pfarrsaal am 10.11.01 (Dorfener Anzeiger  15.11.01)

Uraufführung im Pfarrsaal
"Alltogether" und Stephan Treffler heizen in Taufkrichen ein
Taufkirchen. Das Publikum stritt um die letzten Plätze im neuen Pfarrsaal, als am vergangenen Samstagabend der Taufkirchner Jugendchor "Alltogether" sein erstes gemeinsames Konzert mit ÖDP-Gemeinderat und Liedermacher Stephan Treffler gab. Und die Besucher wurden nicht enttäuscht von den Interpreten und Solisten, die mit Leib und Seele bei der Sache waren (tolle Formulierung!).
Den  ersten Teil des Abends gestaltete Treffler mit teils witzigen, teils nachdenklichen Liedern. Er nahm das männliche Imponiergehabe in "Hey, hey, schaugt's her, ich bin doch wer" ebenso unter die Lupe wie die kommerzielle Hektik und Heuchelei zu "Weihnachten". Viele zuhörende Eltern erkannten sich wieder, als der Sänger Freude und Probleme mit seinen beiden Töchtern in "Kinder san da Wahnsinn" thematisierte. In seinem abwechslungsreichen Vortrag verewigte der Barde sogar das Taufkirchner "Cino-Café" als eine ungewöhnliche Lokalität, in der ohne Konsumzwang selbst Pizza von anderen Lokalen verspeist werden dürfe.
Der Jungendchor "Alltogether" gab im zweiten Teil des Abends eine Kostprobe seines religiösen Repertoires. Neben kirchlichen Liedern stimmten die Sänger, die fast alle auch als Solisten auftraten, weltliches Liedgutvon Mark Knopfler und Peter Maffay an. Sein vielseitiges musikalisches Talent stellte einmal mehr der junge Taufkirchner Michael Vaas unter Beweis, der gemeinsam mit Sabine Christofori den Chor leitet. Mit Stefan Christofori am Bass, Andreas Hintermaier am Klavier, Gerd Schmidbauer am Schlagzeug und Monika Forster am Saxophon und der Querflöte sorgte er am Keyboard und der Gitarre für die rhythmische Begleitung. Vaas feierte zudem mit seiner Eigenkomposition "Where do you go" im Pfarrsaal Welturaufführung.
Die Rolle des Moderators übernahm Hubert Drexler mit viel Elan. Der Erlös des Konzertes, der nur aus Spenden stammte, wird für die Ausstattung der Jugendräume im neuen Pfarrheim verwendet.

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Pressebericht zum Liederabend in Holzkirchen am 25.7.02 (Miesbacher Lokal-Beilage, Anfang August)

Von Teddybären und Schulhofschlägereien
Liederabend mit Stephan Treffler 
Holzkirchen. Zu einem Liederabend von und mit Stephan Treffler zur Unterstützung des Kinderdorfes in Puerto Rico hatte der Missionskreis der Kolpingsfamilie in den Holzkirchner Pfarrsaal eingeladen. Trefflers amüsante Lieder mit ernstem Kern drehen sich um das große Thema "Mensch". Der Künstler verzichtet auf technische Gags und Lichteffekte, denn im Vordergrund sollen einzig die Texte stehen.
Die Idee zu seinem ersten Stück "Teddybär" stammt laut Treffler aus einem Zeitungsbericht. Es ist die Geschichte eins Plüschbären, der neben einem Buch in einem Rucksack steckt, den Londoner Kinder auf die Reise schicken. Weitergegeben von Mensch zu Mensch wird über jedes Land etwas ins Buch geschrieben. Auf diese Weise hoffen die Kinder, mehr über ferne Länder zu erfahren. Auf seine Rückkehr warten sie allerdings vergeblich. Der Rucksack verschwindet spurlos. In "Es lebe der Sport, so singt Fendrich", verarbeitet Treffler seine mangelnden sportlichen Leistungen zu Schulzeiten. Keine autobiographischen Züge enthält die Geschichte eines Proleten (Titel: "Hey hey, schaugt's her, i bin doch wer"), der mit seinem Auto anzugeben versucht. "Bruno Brutalski", der Oberrambo der Schule, der Probleme stets mit Schlägen löst und "Nimm di ned so wichtig", ein Stück darüber, dass jeder am Arbeitsplatz ersetzbar ist, beruhen auf Erfahrungen Trefflers, die er als Lehrer an einer Hauptschule gesammelt hat. In "Untergang der Titanik" beschäftigt den Liedermacher, der sich vor allem im Landkreis Erding einen Namen gemacht hat, die Frage nach der Selbstüberschätzung. Größenwahn und die irrwitzige Idee, gegen Naturkräfte gefeit zu sein, besiegeln das dramatische Sinken des Ozeandampfers. 
Eine kurze Pause nach den ersten zehn Stücken bot die Möglichkeit zur Verarbeitung der lustigen und äußerst tiefgründigen Texte. Anschließend boten sich dem Publikum mit "Kinder san der Wahnsinn" und "Die allermeisten Menschen wollen uns meistens nur das Beste" Lieder, in denen sich jeder wieder finden konnte. "Schaug dir moi die Stern o in der Nacht" sollte im Zuhörer die Ehrfurcht vor der Natur wecken. Mit der Zugabe "Und trotzdem träum ich noch", die die begeisterten Zuhörer forderten, legte Treffler dem Publikum nahe, stets ein wenig Kind zu bleiben und nie zum Träumen aufzuhören.

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Pressebericht zum Liederabend in Taufkirchen am 15.06.04 (Erdinger SZ vom 17.06.04)

Willkommen im Club der Nachdenklichen
Der Liedermacher, Lehrer und Gemeinderat Stephan Treffler singt im "Weinstüberl" 
Taufkirchen. Mehr als hundert Lieder hat er im Laufe der Jahre geschaffen, sich damit wohl auch ein wenig den Frust von der Seele geschrieben. Denn Stephan Treffler, der bei den vom Oase Lebenskreis veranstalteten Kulturtage im "Weinstüberl" von Getränke Kratzer auftrat, findet die Anregungen für seine Gedichte und Teste in der Politik, in Beziehungen oder in den Zeitungen, und er sieht ganz genau, was im Argen liegt. Doch mit Text und Musik malt er die Welt nicht gänzlich düster, auch die liebenswerten Aspekte und komischen Seiten des Lebens tauchen immer wieder auf.
Treffler ist Lehrer an einer Hauptschule in Erding, wohnt aber in einem Weiler bei Taufkirchen und ist für die ödp im Gemeinderat der Vilsgemeinde. Als er plante, seinen Liederabend unter das Motto "Willkommen im Club der Sieger" zu stellen, da dachte er allerdings nicht an das Abschneiden seiner Schüler bei der Pisa-Studie, sondern vielmehr an die Überheblichkeit mancher Menschen, wie das gleichnamige Lied zeigte. Und weil die Initiatorin der Kulturtage Marile Götz Trefflers Lieder als "a wengerl kritisch" angekündigt hatte, hat Treffler für diesen Abend gleich noch ein Lied geschrieben, in dem er die Menschen aufs Korn nimmt, die sich zwar über den Bierpreis beim Oktoberfest aufregen, aber gänzlich unbeeindruckt sind vom Elend in der Welt.
Es sind zumeist eingängige, auf dem E-Piano gespielte Melodien, zu denen der Liedermacher seine Texte und Gedanken vorträgt. Aber er wird schon auch mal etwas rockiger oder ließ sich von einem Pop-Song inspirieren. Und greift so musikalisch die leiseren und lauteren Töne in seinen Liedern auf.
Stephan Treffler ist kein singender Rebell, seine Lieder sind eher von grübelnder Nachdenklichkeit geprägt und manchmal mit einem freundlichen Schuss Ironie versehen. Und wenn er singt, dass Kinder der Wahnsinn sind, dann sieht man an den fröhlich blitzenden Augen sofort, dass er von seinen Kindern singt und wie es gemeint ist. Und das eine oder andere Lied könnte durchaus auch ohne Kürzungen oder Ergänzungen im Programm einer ökologisch ausgerichteten Partei stehen. Stephan Treffler singt von Bruno Brutalski, dem Schüler, der anderen gern eine "in' d'Lätschn einidätschn" will; von Politikern, die alles versprechen und nichts halten; vom Fortschrittsglauben, der schon mit der Titanic unterging. Aber bösartig ist er trotzdem nie. Halt eher nachdenklich.

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Pressebericht zum Liederabend an der Hauptschule am Lodererplatz am 12.11.04 (Erdinger Anzeiger 16.11.04)

"Willkommen im Club der Sieger"
Lieder zu Schule und anderen Themen 
Erding. "Muss denn Schule sein?" Unter diesem Motto stand der Liederabend von Stephan Treffler in der Schule am Lodererplatz. In seinen selbst getexteten und komponierten Liedern setzt sich Treffler mit zeitaktuellen Themen kritisch auseinander, die er unterhaltsam serviert, wobei sich der musikalische Lehrer selbst auf dem Klavier begleitet. 
Die Zuhörer lernten beispielsweise Bruno Brutalski kennen, einen Schüler, der sich mit Gewalt durchsetzt. Dabei hätte er vielleicht wesentlich intelligentere und sozialverträglichere Möglichkeiten zur Selbstbehauptung.
Ironisch titelte Treffler sein Lied "Willkommen im Club der Sieger" zur Schulreform: Viele Kinder blieben auf der Strecke, da die Realschule gleich nach der vierten Klasse beginnt. Dass "A wengerl kritisch" manchmal "z'weng" ist und kraftvolle Zivilcourage nötig wäre, um gehört zu werden oder sogar etwas zu verändern, besang der Liedermacher im gleichnamigen Song. Die Auseinandersetzung mit Identität und Aufrichtigkeit kam im "Maskenball" zur Sprache, und in "Achterbahn" ging es um ein risikoreiches Leben zwischen Höhenflug und Absturz. 
Der "Untergang der Titanic" ist ein Lieblingslied des ökologisch engagierten Liedermachers. Es erzählt davon, dass die Menschheit wohl irgendwann Schiffbruch erleidet, wenn sie die eigenen Lebensgrundlagen durch rücksichtsloses Wirtschaften vernichtet. 
Die rund 400 Euro Erlös des Konzertes kommen dem Schulförderverein zugute.

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Pressebericht zum Liederabend an der Hauptschule am Lodererplatz am 12.11.04 (Erdinger SZ 23.11.04)

Lachen und Ironie als Rezept
Stephan Treffler begeistert in der Schule am Lodererplatz 
Erding. "Muss denn Schule sein?", unter diesem Motto stand der Liederabend von Stephan Treffler in der Hauptschule am Lodererplatz in Erding. Der Förderverein der Schule hatte eingeladen und alle Einnahmen, selbst das Honorar des Künstlers, kamen dem Förderverein und damit der Schule zugute. Annähernd 70 Erwachsene und Kinder kamen und mussten ihr Kommen nicht bereuen.
Stephan Treffler hatte ein Heimspiel, nicht nur weil er Lehrer an der Lodererschule ist. Treffler prangerte die Verfehlungen großer und kleiner Sünder teils ironisch an wie bei "Bruno Brutalski", den nur er kennt. Oder er demaskiert im "Maskenball" diejenigen Zeitgenossen, die ohne jede Rücksicht und ohne jedes Gefühl (brutalstmöglich) aufklären wollen. 
Dezenter mahnt er, wenn er in "Titanik" die Technikgläubigkeit der Menschen in Frage stellt oder die Verführung durch die Webung demonstriert, die zwar alles verspricht aber im Leben doch nichts leichter macht. Alle Besucher aber stimmten ihm zu, dass "´s Lacha" alles wieder gut, zumindest doch vieles leichter macht.
Eine Hommage an die Kinder kommt dem Künstler leicht über die Lippen, nicht nur weil er eigene Kinder hat und begeisterter Lehrer ist. Den Schülern spricht er aus der Seele, wenn er fragt: "Muss denn Schule sein?", doch keine Schule ist für den Lehrer Treffler nicht die Alternative. Mit dem Lied "Ja des is wirklich wichtig" nimmt der Liedermacher die Regenbogenpresse, deren Leser und die Schickeria aufs Korn.
Da gab es doch noch andere Werte, und in jedem seiner Lieder regt Treffler den Zuhörer an, darüber einmal nachzudenken. Die Mischung seiner Texte und Lieder, die Ironie und gelungenen Pointen bereiteten den Zuhörern einen überaus vergnüglichen Abend, der aber auch nachdenklich stimmte. Und das ist ganz nach dem Geschmack des Liedermachers.

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Pressebericht zum Liederabend im Gasthaus Zur Post in Erding am 11.04.06 (Erdinger Anzeiger 15./16./17.04.06)

"Vortrefflerischer" Hintersinn
Von nachdenklich bis humorvoll: Liederabend mit Stephan Treffler 
Erding (klk) - Seine Texte haben es in sich: "Hintersinnig, nachdenklich, humorvoll, vortrefflerisch" sollen sie laut Plakat sein. Stephan Trefflers Liederabend am Dienstag im Gasthaus Zur Post wurde diesem Anspruch vor rund 40 Zuhörern gerecht. "Jetzt bin ich ein Erdinger, patentamtlich geschützt. Ein Weißbier trink ich ..." Das passte wohl am ehesten in die Sparte Hintersinnig. Ansonsten sah er sich selbst in der Rolle des Don Quijote, der gegen Windmühlen kämpft.
Eine davon war der Renault R 6 (gemeint war mit R 6 im Liedtext die häufig auch so bezeichnete 6-stufige Realschule), der (die) ihn nach Erding verschlagen hat. "Servus Erding" war ja auch der Titel der Veranstaltung. Auch einige seiner Schüler waren gekommen, was ihn nicht zuletzt deshalb freute, weil einer davon, Christopher Duftschmid, zu seinen Texten etwas beigetragen hatte. Liebevoll seine Hymne auf das Kinocafè in Taufkirchen, deutlich seine in die Ballade vom Lernen gefasste Gesellschaftskritik: "Seid ihr da zu konsumieren, und als Stimmvieh zu parieren?"
In der Sparte humorvoll passte die erste Zugabe über die Werbung, die er herrlich auf den Arm nahm. Die meisten seiner Lieder aber müssen wohl unter nachdenklich eingeordnet werden, seine an der Bibel orientierte Kritik am Richtgeist der Menschen: "Wer ohne jede Sünde ist, der werfe den ersten Stein." Auch wandte er sich gegen den Alleinvertretungsanspruch des Christentums und erinnerte in diesem Zusammenhang an an die Kreuzzüge, die Hexenverfolgungen, die gewaltsamen Missionierungen, und kam natürlich beim amerikanischen Präsidenten an, den er als religiösen Führer betitelte. 
Viele seiner Texte waren sehr politisch, sein Protest gegen Gentechnik und Kernkraft, Flughafenausbau und Umweltzerstörung war unmissverständlich. Die ganze Vorstellung litt nur arg darunter, dass Treffler sich immer wieder mal verhaspelte oder verspielte. 20 bis 25 Auftritte hat er in den vergangenen zehn Jahren hinter sich gebracht. "Ich mach' das nur ganz wenig, sagte er der Heimatzeitung. Das merkte man dann aber leider auch, und das war angesichts der oftmals sehr treffsicheren Texte etwas schade.

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Pressebericht zum Liederabend "Teufel aber auch" im Stadttheater Erding am 21.02.2007 (Erdinger SZ 23.02.07)

Gesangsstudie mit politischem Zeigefinger
Stephan Treffler beim ödp-Abend
Von Uta Künkler
Erding - Etwas Nachdenkliches, weniger eine Abrechnung mit politischen Gegnern - das war das Ziel der Kreis-ödp-Veranstaltung am Aschermittwoch. "Das Draufhauen, das ist nicht so unsere Art", sagte die Vize-Kreisvorsitzende Roswitha Bendl. Und so suchte man sich einen, der den politischen Zeigefinger zwar zu Genüge erhebt, aber seine Gedanken in Musik verpacke: ödp-Kreisrat, Lehrer und Hobby-Liedermacher, sang im Foyer des Stadttheaters.
Treffler dichtete vom eingefleischten Einzelkämpfer á la Don Quijote, der gegen Windmühlen in den Ring steigt, und meinte Überzeugte wie sich selbst. Er sang vom Regenten in der Krankenhausstraße, der weder Freund noch Feind fürchte, und meinte CSU-Landrat Martin Bayerstorfer. "A wengerl kritisch" wollte Treffler sein - und aus der leisen, kulturellen Aschermittwoch-Veranstaltung wurde unverhohlene Politik.
Treffler sang den Parteifreunden kräftig ins ödp-Gewissen. ER beschimpfte Autofahrer als Schweinedeppenaffen", verurteilte die Brechstangenpolitik von US-Präsident George W. Bush und beklagte die Geiz-ist-geiler-als-Ökologie-Einkaufsmentalität der Deutschen.
Treffler landete einen Rundum-Schlag politischer Stellungnahmen. Doch während seine Standpunkte gegenüber dem Weltgeschehen eher massenhaft wiederholte Parolen waren, traf er dann mitten ins Erdinger Geschehen, wenn er zur Heimat zurück fand. Als patentamtlich gesicherter Erdinger warte er sinnierend vor seinem Weißbierglas ab, wie lange Brombach ihn wohl noch schützen möge. Und er fragte: "Regierung, warum willst Du unbedingt, dass uns der Airport noch mehr bringt?"
Treffler triumphierte dann, wenn er an seinem E-Piano einfach einmal sang. ohne einen allzu robusten moralischen Appell zu formulieren. Dann kam er Liedermachern wie Reinhard Mey am nächsten, die mit ihrer Musik gleichzeitig zu unterhalten verstehen und scheinbar ganz nebenbei ein wenig zum Grübeln anregen.

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Pressebericht zum Liederabend "SCHEiN-HEiLiG" in der Stadthalle Erding, Kleiner Saal. am 09.03.216 (Erdinger Anzeiger, 12./13.03.2016)

Treffler rührt sein Publikum und nimmt sich selbst auf die Schippe
von Friedbert Holz
Erding - Zwei Jahre lang (Anm. d. Red.: Das ist viel länger her) war er nicht mehr auf der Bühne. Jetzt trat er mit alten und neuen Songs wieder auf, im Kleinen Saal der Stadthalle. Dieser Raum war aber für Stephan Treffler, den "besten Liedermacher Erdings", wie er sich selbstbewusst präsentierte, zu klein: Erst wurden weitere Stühle gebracht, auch das genügte nicht. Schließlich mussten einige Fans enttäuscht wieder gehen.
Die Besucher erlebten sein abwechslungsreiches Programm "Schein-Heilig". Der 50-jährige Lehrer, auch als Politiker der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) in Stadt- und Kreisrat aktiv, verzauberte das Auditorium mit einer Mischung aus Nachdenklichkeit und Rührung. Er nahm dabei nicht nur Zeitströmungen oder Personen des öffentlichen Lebens auf die Schippe, sondern manchmal auch sich selbst.
In Erding geboren und "patentamtlich geschützt", sang Treffler hinter seinem elektronischen Klavier - mit jeweils neuer Melodie - über die täglichen Dinge des Lebens. In seinen Beobachtungen kam "massenweise Billigware" genauso vor wie ein Clown, "dessen Tränen man aus der Ferne nicht sieht". Er sinnierte über Internet-Käufe, Horst Seehofers Scheinheiligkeit bei Landschaftsschutz und dritter Startbahn, gar über seine Mittelschüler. In der "Ballade vom Lernen" etwa fragt er, wer sie das "Lesen zwischen den Zeilen" lehrt, wer sie fürs echte Leben schult.
Treffler kann sich aber auch über "Mei Knöcherlsulz" freuen, über seine "barock anmutenden Kapriolen beim Kochen". Er kann "Naive Fragen" an das Leben stellen, musikalisch unterstützt von Schwester Doris Wego (Querflöte) und Ehefrau Christina (Klarinette und Saxophon).
Ein "bekennender Öko-Freak wie er beklagt aber auch: "Mir schmeißn zu vui weg". Vor lauter Lachen passierte dies fast einigen Lehrer-Kollegen, als sie von ihm hörten "Ich ändere nur mehr mich". Im Lied "Hakenkreuze" gab wer zu verstehen, dass Fremdenhass und Ausgrenzung hier nicht funktionieren können und widmete den Song "Hey, hey, schaugts her, i bin doch wer" allen jenen, "die ständig in der Langen Zeile auf- und abfahren".
Einen positiven Ausblick, so Stephan Treffler, habe ihm eine Kollgein eröffnet. Mit "Irgendwie geht es schon weiter" entstand ein Lied daraus. Und in dieser Stimmung gingen wohl auch die meisten Zuhörer nach Hause.

 

Pressebericht zum Liederabend im Kino Taufkirchen am 05.11.2017 (Erdinger Anzeiger 09.11.2017)

Eine Hommage ans Kinocafé

von Fabian Holzner

Sein 20. Jubiläum als Liedermacher hat Stephan Treffler dort gefeiert, wo alles begann: im Kinocafße in Taufkirchen

Taufkirchen – Sein politisches Engagement als Vorsitzender des Kreisverbandes der ÖDP konnte der Liedermacher Stephan Treffler bei seinem Liederabend „Made in Germany“ im Kinocafé Taufkirchen nicht verbergen. 20 Jahre nach seinem ersten Auftritt im selben Lokal bot er im vollbesetzten Kinosaal eine Mischung aus alten und neuen Liedern, oft mit politischer Botschaft und teilweise unterstützt von seiner Schwester Doris Alscher-Treffler an der Querflöte und seiner Ehefrau Christina Treffler an der Klarinette.
Mit E-Pianobegleitung und treffenden Versen sang Treffler eine Hommage an das Kinocafé, so wie es seit 17 Jahren von Andreas „Lenze“ vom Hofe geführt wird: „Wenn do wer drin sitzt und nix bschtoid, weil ohne Durst, weil ohne Goid, des is im Kinocafé ned so schlimm.“ Diese Zeilen hatten ebenso Wiedererkennungswert wie „Im Kino sitzen moi grod zwoa, I war do drin a scho alloa.“ Schon 1998 komponiert, hat das Lied „Untergang der Titanic“ nichts an Aktualität verloren. Treffler spannt darin den Bogen von der am Eisberg zerbrochenen Überheblichkeit des Fortschrittglaubens bis zur zweifelhaften Errungenschaft der Atomtechnik.
Auch in seinem neuesten Werk „Individualisten“ blickte Treffler in die Vergangenheit zurück, als man noch in Wirtshäusern, die es heute nicht mehr gibt, Karten spielte, anstatt mit Smartphones Verabredungen zu treffen, die dann doch nicht stattfinden. Politisch wurde es in „Fake News“. Hier träumt er davon, dass Deutschland keine Waffen mehr verkauft, die Schere zwischen Arm und Reich sich schließt und die AfD „gscheida werd“. Dabei entschuldigte sich der Musiker mehrmals für kleine Fehler, die dem Publikum vielleicht gar nicht aufgefallen wären.
Zwischen zwei Vorträgen empörte sich der Politiker und Lehrer über die Reaktion von CSU-Politiker Andreas Scheuer auf den Vorschlag, einen muslimischen Feiertag einzuführen. Dieser habe sich „fassungslos“ über diese Idee gezeigt. Treffler meinte, er wäre ebenso fassungslos gewesen, als herauskam, dass Scheuer seinen Doktortitel zu unrecht führte.
Darüber hinaus kritisierte Treffler in seinem Programm die Wegwerfgesellschaft, die scheinheilige Haltung Horst Seehofers in Sachen Umweltschutz und forderte Zusammenhalt angesichts des Erstarken rechtsextremer Gesinnungen.

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