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Geld-Geschichten & Lied-Legenden

Text und Musik: Marek Brunner (2006)
Bei Interesse stehen wir gerne mit weiteren Informationen zur Verfügung: Kontakt

Kurzfassung des Inhalts der Geschichte:

Der Erzähler beschreibt singend (unterbrochen von gespielten und gesungenen Rückblicken, dem eigentlichen Musical) die Geschichte eines Dorfes, das über lange Zeit sehr abgeschieden lebte und in dem jeder von jedem alles haben konnte, was einer brauchte. Alle Dorfbewohner waren immer füreinander da. Geld war dort - wenn vielleicht nicht unbekannt - so doch zumindest nicht nötig. Wofür denn auch?

Die Situation änderte sich erst, als wieder einmal (nach langer Zeit) ein Fremder in den Ort kam. Es war dies ein Händler, der seine Ware nur gegen Geld verkaufen wollte und durch seine Reden die Stimmung im Ort veränderte. Er erzeugte Misstrauen bei den Dorfbewohnern, warf ihnen Rückständigkeit vor und überzeugte sie davon, dass nur ein einheitliches Zahlungsmittel einen gerechten Warentausch ermögliche. Und tatsächlich sind ja die Dienstleistung eines Schreiners mit einem Stück Brot, am gleichen Tag gegeneinander getauscht, schwer miteinander vergleichbar.

Die Einstellung der Menschen im Ort kippte tatsächlich, was im Stück - sozusagen im Zeitraffer - im Laufe eines Tages geschieht.

Die Kinder bzw. Jugendlichen Bernard und Lisann sind darüber wie viele andere unglücklich und sehnen sich die Vergangenheit zurück. Sie erinnern sich aber auch an eine alte Legende, die seit jeher im Dorf erzählt wird. Es ist dies die Legende von den geheimnisvollen Gesängen, die hoch oben in den Bergen erklingen sollen. Die diesen Liedern innewohnende Kraft könne - so die Sage - die Menschen heilen, sie wendeten alles Böse ins Gute.

Beide machen sich unabhängig voneinander in der Nacht auf den Weg um die Lieder dort oben in der Gipfelregion zu hören und sie evtl. unten im Dorf den Menschen vorsingen zu können. Auf dem Weg nach oben treffen sie sich, und versuchen von da an ihr Glück zu zweit. Oben angekommen singen sie selber aus dem Glücksgefühl heraus, den steilen Aufstieg geschafft zu haben und auch wegen der berauschenden Erfahrung dort oben. Alles was sie zurück gelassen haben, alle Sorgen des Alltags wirken von dort oben klein.

Ihr eigener Gesang jedoch wird von den Felsenwänden zurückgeworfen und in diesem Echo erkennen sie die eigentliche Bedeutung der Legende:

Wer sich auf den Weg macht, wer die Herrlichkeit der Welt erblickt, wer von großer Höhe herunterblickt auf das Leben der Menschen, der kann auch die täglichen Probleme und Nöte wieder richtig einordnen. Eine wahrhaft heilende Wirkung.

Nur kann man genau so wenig ein Echo mit ins Tal bringen wie man eine herrliche Erfahrung für andere Menschen durch das Erzählen spürbar machen kann. Und dies macht der Erzähler in seinem Schlussgesang deutlich. Der Ausgang des Stückes bleibt offen. Wir erfahren nicht mehr, ob Bernard und Lisann es geschafft haben, die Stimmung im Dorf wieder zu verändern. Doch wir wissen als Zuschauer ja selber, wie Gesellschaft funktioniert.

Etwas anderes erfahren wir aber dennoch. Der Erzähler gibt sich in seiner letzten Zeile als der Ur-Enkel der beiden zu erkennen. Zumindest die Beiden müssen sich noch über eine gemeinsame Bergwanderung hinaus gefunden haben. Also doch ein zumindest kleines Happy End?

 

Weitere Informationen:

Das Musical setzt sich aus 18 Liedern (davon 5 mal Erzähler als Erzählrahmen) und den dazwischen gesprochenen kurzen Szenen zusammen.
Für Fragen - auch bezüglich der Preisgestaltung - stehe ich jederzeit zur Verfügung: Kontakt